14 Pädagogen aus sieben Attendorner und Lennestädter Grundschulen durchliefen jetzt eine zweitägige Fortbildung, die das Berufsbildungszentrum (bbz) der IHK Siegen gemeinsam mit der Viega GmbH & Co. KG in Attendorn durchführte. Die Pädagogen befassten sich dabei mit 20 Experimenten rund um das Thema „Stromkreis“. Die 20 Exponate kombinieren Gegenstände aus dem alltäglichen Umfeld von Kindern mit einigen wenigen Bauteilen aus der Elektrotechnik. Die Experimente können in einfachen Klassenräumen durchgeführt und nachgebaut werden. Als Werkzeuge dienen dabei meist Hammer, Kinderschere, Schraubendreher und kleine Spitzzangen. Die Experimente sollen den handlungsorientierten Sachunterricht unterstützen, indem sie den natürlichen Forscherdrang fördern, den Kinder beim Spielen ausleben. Zugleich sollen sie auf spielerischem Weg bereits im Grundschulalter Technikbegeisterung entfachen.
Vorbild für diese Initiative war der Kreis Siegen-Wittgenstein, wo allen Grundschulen vom bbz ein kompletter Satz der Exponate zu Verfügung gestellt wird, sofern sich diese Schulen verpflichten, Lehrerinnen und Lehrer zu einer entsprechenden Fortbildung zu entsenden. Diese Idee fand die Viega-Geschäftsführung so nachahmenswert, dass sie sich entschloss, dieses Angebot auch Grundschulen im Kreis Olpe kurzfristig zu ermöglichen und gemeinsam mit dem bbz zu einer Schulung ins Seminarcenter Attendorn-Ennest einlud. 14 Pädagogen konnten nach einer zweitägigen Fortbildung die Experimente nebst didaktischem Material in stabiler Holzverkleidung im Gegenwert von je 350 Euro entgegennehmen. „Die Idee, Kinder schon im Grundschulalter an die Faszination ‚Technik’ spielerisch heranzuführen, hat uns begeistert. Als ein in Attendorn und im Sauerland tief verwurzeltes Unternehmen sehen wir uns in der Verantwortung, ein solches Projekt tatkräftig zu unterstützen“, so die Viega-Geschäftsführung. Auch bei später auftretenden Fragen in der Praxis, also im Klassenzimmer, wird Viega den Pädagogen bei Bedarf zur Seite stehen.
Insgesamt hatte das bbz im vergangenen Jahr in Siegen-Wittgenstein gemeinsam mit der Diakonie Netzwerk GmbH und der AWO-Behinderten-Werkstatt in Netphen-Deuz 100 der entsprechenden Bausätze produziert. Das Gesamtvorhaben, das Kosten in einer Größenordnung von knapp 40.000 Euro auslöste, wurde zur einen Hälfte über die Agentur für Arbeit finanziert. Der Rest stammte aus bbz-Eigenmitteln sowie aus Spenden, die das bbz in den letzten Jahren bei Unternehmen und Stiftungen für den verbesserten Übergang von der Schule in den Beruf eingeworben hatte.
Uta Fiedler, Projektleiterin vom „Haus der Berufsvorbereitung“ beim bbz Siegen (rechts im Bild) und Viega-Ausbildungsleiter Christoph Wild (Mitte) übergaben die Baukästen mit „Experimenten aus der Aktentasche“ an 14 Pädagogen.
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Mit wenigen Bauteilen einen Stromkreis herstellen - das Experiment machte auch den an der Schulung teilnehmenden Pädagogen sichtlich Spaß.
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