Lücken im Lebenslauf sind ein leidiges Thema, aber unter Umständen nicht zu vermeiden. Wenn Sie größere Lücken haben, sollten Sie diese auf keinen Fall versuchen zu kaschieren. Personaler sind in diesem Punkt sehr empfindlich. Suchen Sie daher für mögliche Lücken positive, aktive Formulierungen (arbeitsuchend statt arbeitslos) und finden Sie Erklärungen für die Lücken. Oft gibt es plausible Gründe dafür. Zu schreiben, dass man „arbeitsuchend“ war, ist keine Schande. In diesem Fall sollten Sie auf die Frage vorbereitet sein, was Sie in dieser Zeit unternommen haben, um etwas an diesem Zustand zu ändern. Die wenigsten Menschen sind wirklich faul gewesen.
Bleiben Sie auch sonst bei der Wahrheit. Manipulierte Zeugnisse und geschönte Lebensläufe sind ein klares K.-o.-Kriterium. Sich zu be“werben“ bedeutet nicht, Dinge schön zu reden. Wenn Sie also „Kenntnisse in CAD“ aufführen, sollten Sie diese auch tatsächlich besitzen. Schließlich stünden Sie dumm da, wenn Sie im Erstgespräch um Arbeitsproben gebeten würden oder bei Einstellungsbeginn genau mit diesem Programm arbeiten sollen.
Ehrlich währt am längsten, das gilt übrigens auch für Ihre Hobbys, die Sie im Lebenslauf angeben können, aber nicht müssen. Hobbys sind eine spannende und oft auch eine missbrauchte Rubrik. Es kursierte eine Zeit lang das Gerücht in Bewerberkreisen, dass Hobbys so ausgewählt werden sollten, dass eine Teamsportart (Teamfähigkeit), eine Einzelsportart (Durchsetzungsfähigkeit/Durchhaltevermögen) und etwas Kulturelles angegeben werden müsse, um das Profil abzurunden. Unsinn! Nichts ist peinlicher als Detailfragen oder Eingangsfragen zu „Ihrem Sport“ oder kulturellen Themen, die Sie nicht beantworten können.