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Studien "Zukunftsstrategie Trinkwasser"

Gesundes und sauberes Trinkwasser gilt in Deutschland gemeinhin als selbstverständlich. Doch die Versorgung mit sauberem Trinkwasser wird angesichts der Folgen des Klimawandels immer schwieriger. Hinzu kommen verschärfte (und notwendige) Maßnahmen zum Klimaschutz sowie strenge Energieeinsparziele, die einen sorgfältigeren Umgang mit dem Thema Trinkwasser und Trinkwasserhygiene erfordern. Dies gilt insbesondere im Gebäudebereich und beginnt bereits in der Planungsphase: Welche Systeme können genutzt werden und wie kann eine nachhaltige energieeffiziente Trinkwasserversorgung im Gebäude gewährleistet werden? Gerade bei der Trinkwassererwärmung muss im Sinne des Klimaschutzes der Energieeinsatz stärker berücksichtigt werden. Innovative Technologien können die Trinkwasserqualität im Gebäude mittlerweile sicherstellen und gleichzeitig den hohen Energieverbrauch im Gebäude senken. Hier liegen wichtige Hebel, zur Nachhaltigkeit eines Gebäudes und der Trinkwasseraufbereitung beizutragen und so bereits von Beginn an zukunftsgerichtet im Sinne des Klimaschutzes zu planen. Welche Rolle hier die Politik einnimmt und welche Empfehlungen sich für die Bauplanung ergeben, zeigt die Studie „Zukunftsstrategie Trinkwasser“.

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Die Qualität des Trinkwassers sowie die Verfügbarkeit und Sicherheit der Wasserversorgung gelten in Deutschland durchweg als gut bis sehr gut. Allerdings ist dafür eine aufwendige Aufbereitung notwendig. Gleiches gilt für den Umgang mit Trinkwasser im Gebäude.

Die Wasserversorger garantieren die Qualität bis zum Hausanschluss. Im Gebäude wird durch einen hohen Energieeinsatz die Hygiene beim Warmwasser sichergestellt.

Daraus resultiert ein Trade-Off zwischen Energieeffizienz und Klimaschutz auf der einen Seite und der Sicherstellung eines gesundheitlich unbedenklichen Trinkwasserangebots auf der anderen Seite. Dieser Konflikt ist lösbar, wie die vorliegende Studie zeigt.

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Über die Studie "Zukunftsstrategie Trinkwasser"

Die Studie „Zukunftsstrategie Trinkwasser“ zeigt auf, wie Trinkwasserqualität auch zukünftig im Gebäude gewährleistet werden kann. Dabei definiert sie konkrete Maßnahmen und Handlungsempfehlungen: die Nutzung der Energieeffizienzpotenziale beim Trinkwassermanagement im Gebäude, den Ausbau digitaler und innovativer Systeme und Technologien für die Überwachung hygienerelevanter Parameter sowie die Energieeffizienz im Warmwasser, das Einführen effektiver Standards für die Trinkwasserqualität sowie das Sicherstellen ausreichend qualifizierten Personals in allen Bereichen der Trinkwasser-Wertschöpfungskette.

Das gesellschaftliche Bewusstsein für die Bedeutung einer jeder Zeit ausreichenden Verfügbarkeit von qualitativ hochwertigem Trinkwasser ist in unserem Land noch nicht sonderlich ausgeprägt. Dies ist bedauerlich, denn die Gewährleistung einer nachhaltigen Versorgung mit hochwertigem Trinkwasser einerseits und die Erfordernisse dem Klimawandel zu begegnen andererseits hängen eng zusammen.

Prof. Dr. Dr. h. c. Bert Rürup, Präsident Handelsblatt Research Institute

Der Gebäudesektor steht im Zuge der Digitalisierung und angestrebten Dekarbonisierung vor einem tiefgreifenden Veränderungsprozess. Dabei ist die Trinkwassererwärmung nach der Gebäudehülle der wichtigste Hebel zur Energieeinsparung in den Gebäuden von morgen. Energieeffizientes Trinkwassermanagement ist daher ein entscheidender Faktor für einen klimaneutralen Gebäudebestand. Hier leisten wir bei Viega mit technologischen und digitalen Innovationen einen wichtigen Beitrag und tragen aktiv zum Klimaschutz sowie zur Energiewende bei.

Es geht darum, wie nachhaltig, wie energieeffizient und wie selbstverständlich unser Trinkwasser morgen noch sein wird. Eine Frage, mit der wir uns bei Viega seit über 120 Jahren beschäftigen. Wir wollen als einer der Innovationsführer der Branche zum Erhalt der Trinkwasserqualität im Gebäude, zum Klimaschutz und zum bewussten Umgang mit wertvollen Ressourcen beitragen.

Anna Viegener, Vorsitzende des Gesellschafterausschusses, Viega Holding GmbH & Co. KG

Gesundheit und Klima schützen: Acht Handlungsempfehlungen

Die zentrale Frage lautet: Wie kann die Trinkwasserqualität im Gebäude energieeffizienter gestalten werden, ohne Abstriche bei Hygiene und Gesundheitsschutz machen zu müssen? Die Studie „Zukunftsstrategie Trinkwasser“ hat hierzu konkrete Handlungsempfehlungen für Entscheidungsträger aus der Politik herausgearbeitet. 

  • Die Trinkwasserqualität in Deutschland ist dank der Aufbereitung durch die Wasserversorger sehr gut. Grund für die Aufbereitung ist der Eintrag von Nitrat und Pestiziden aus der Landwirtschaft sowie durch Medikamente und medizinische Stoffe in unserem Abwasser. Grenzwerte müssen deshalb stärker kontrolliert werden, Aufklärung betrieben und bei Bedarf regulativ eingegriffen werden.

  • Bestimmte Risiken bei der Trinkwasserversorgung können nie ganz ausgeschlossen werden. Eine Möglichkeit stellt die Übernahme des Konzepts „Hazard Analysis and Critical Control Points“ (HACCP) aus der Lebensmittelindustrie dar, bei dem es um eine systematische Gefahrenanalyse, eine Risikoüberwachung, passende Maßnahmen sowie begleitende Dokumentation und Nachweise geht. Grundlage hierfür ist – in Anlehnung an den Water Safety Plan – ein nachhaltiges Trinkwasserhygienekonzept bereits in der Planungsphase. 

    * Quelle: Hazard Analysis and Critical Control Points

  • Einsatz vernetzter Sensoren und des höheren Digitalisierungsgrades von Gebäuden, um Qualitätsparameter sicher und zuverlässig auch aus der Ferne überwachen zu können. Dieses Potenzial sollte stärker ausgenutzt werden, um jederzeit den Nachweis über einwandfreie Trinkwasserqualität liefern zu können.

  • Die Gewährleistung der Trinkwasserqualität mittels der Einhaltung gewisser Temperaturgrenzen steht im Konflikt mit dem Ziel der Energieeinsparung bzw. Reduktion der CO2-Emissionen. Wenn das Ziel – die Sicherstellung der Trinkwasserhygiene – über eine Alternativlösung gleichwertig erreicht werden kann, kann eine Befreiung von den eigentlichen Anforderungen erfolgen.

  • Verstärkter Einsatz von Building Information Modeling (BIM) und Erhöhung des Digitalisierungsgrades in Gebäuden bzw. bei deren Betrieb – unter anderem im Bereich Heizung, Lüftung und Trinkwasser-Management. Dies erlaubt – mithilfe vernetzter Sensoren – eine ganzheitliche, digitale Qualitätsüberwachung und Automatisierung der Gebäudetechnik.

  • Technologieoffene Gestaltung der BEG-Förderung, um im Gebäudesektor das Ziel der gesteigerten Energieeffizienz mit den Anforderungen an den Gesundheitsschutz zu vereinen. Möglich wäre das durch die Förderung von Technologielösungen für Trinkwassersysteme, die die notwendige Hygiene auch bei geringeren Temperaturen gewährleisten.

  • Der Umgang mit Trinkwasser in Gebäuden tangiert das Thema Nachhaltigkeit in den Aspekten Gesundheitsschutz, Energieeffizienz und Ressourcenschonung. Entsprechend sollten technologische Ansätze zur Sicherstellung der Trinkwasserhygiene, die einen Trade-Off zwischen den Aspekten Gesundheitsschutz und Energieeffizienz lösen bei der Vergabe von Nachhaltigkeitszertifikaten berücksichtigt werden.

  • Aktuell gibt es in der Baubranche, im Handwerk und bei den Herstellern einen Fachkräftemangel, der zu spezifischen Engpässen führt. Die gesamte Branche befürchtet, künftig nicht alle Arbeitsplätze besetzen zu können und den öffentlichen Verwaltungsbereichen fehlt Personal für Kontrollen. Für die Umsetzung der Zukunftsstrategie ist es aber enorm wichtig, dass ein ausreichendes Fachkräfteangebot gewährleistet wird. Um das Tätigkeitsfeld für Fachkräfte attraktiv zu machen, muss ein stärkeres Bewusstsein für seine Relevanz geschaffen werden.

Trinkwasserhygiene kostet viel Energie. Denn Legionellenschutz wird konventionell durch hohe Trinkwarmwassertemperaturen sichergestellt. Wenn wir die nationalen Energieeinsparziele erreichen wollen, dann schaffen wir das nicht allein dadurch, dass wir die Gebäude immer besser einpacken und die Heizungen immer effizienter machen. Wir müssen den Hebel auch bei der Warmwasserversorgung ansetzen.

Prof. Dr. med. Thomas Kistemann, stv. Institutsdirektor / Head of WHO CC, Institut für Hygiene & Public Health, Universitätsklinikum Bonn

Derzeit wird sehr viel an klimafreundlichen und nachhaltigen Lösungen für die Sicherstellung von Trinkwasserhygiene in Gebäuden geforscht und gearbeitet. Mit Hilfe der Politik kann Deutschland bei diesen Technologien eine Vorreiterrolle einnehmen. Damit kann Trinkwassermanagement in Gebäuden zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor werden. Das sind echte Chancen für den Standort.

Ralf Baginski, Chief Technology Officer, Viega

Kompetenzfeld Trinkwasserqualität

Trinkwasser ist eines unserer kostbarsten Güter, das es zu schützen gilt. Daran arbeit wir. Denn sauberes und gesundes Trinkwasser ist keine Selbstverständlichkeit.

Unser innovatives und nachhaltiges Trinkwassermanagement macht uns zum Experten für gesundes Trinkwasser in Gebäuden. Damit unterstützen wir ein grundlegendes Menschenrecht und einen wirksamen Gesundheitsschutz.

Wir bei Viega bieten praktische Lösungen und setzen proaktiv Impulse für einen energieeffizienten Betrieb der Gebäude – und tragen so aktiv zum Klimaschutz bei.

Kompetenzfeld Trinkwasser

Noch Fragen? Kein Problem!

Studienvorstellung in Berlin

Wollen wir unsere Zukunft also klimafreundlich und nachhaltig gestalten und den Bedarf an qualitativ hochwertigem Wasser auch zukünftig decken, brauchen wir innovative Technologien, die Trinkwasserqualität sicherstellen und gleichzeitig den hohen Energieverbrauch in Gebäuden senken.

Dafür muss die Politik entsprechende Weichen stellen. Nur so kann die gewohnt hohe Trinkwasserqualität im Rahmen der ambitionierten deutschen Klima- und Nachhaltigkeitsziele auch in Zukunft sichergestellt werden.

Zu diesem Ergebnis kommt auch die Studie „Zukunftsstrategie Trinkwasser“  des Handelsblatt Research Institute (HRI) in Patenschaft mit Viega. Sie knüpft an die 2021 vom Bundesumweltministerium vorgestellte Nationale Wasserstrategie an und  erweitert diese mit dem Ziel, die Anforderungen an die Trinkwasserhygiene noch besser mit den Zielen des Klimaschutzes zu vereinbaren.

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